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DOV stellt Konzertumfrage 2017/18 vor: Musikvermittlung im Aufwind

Berufsorchester und Rundfunkklangkörper bauen ihr Programm für neues Publikum mehr und mehr aus. So belegt es die bundesweite Konzertumfrage 2017/18, welche die Deutsche Orchestervereinigung auf ihrer Jahresemedienkonferenz am 5. März 2019 vorstellte.

Demnach nehmen musikpädagogische Aktivitäten wie zum Beispiel Instrumentenpräsentationen, Kammermusikauftritte und Workshops in Schulen in den vergangenen zwei Jahren mit über 6.000 Veranstaltungen um rund 20 Prozent zu. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Kinder-, Jugend-, Familien- und Schülerkonzerte um mehr als 25 Prozent auf 2.863. Im Gegenzug ging die Zahl normaler Sinfoniekonzerte zurück.

„Die Orchester gehen mit immer mehr Angeboten immer differenzierter auf neues Publikum zu“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. „Damit setzt sich der erfreuliche Trend der vergangenen Jahre kraftvoll fort. Mit dem intensiven Ausbau der Musikvermittlungsaktivitäten nehmen die Orchester nicht nur ihren Kulturauftrag wahr, sondern verstärkt auch einen Bildungsauftrag.“

Erfreulich, dass damit die zentrale Bedeutung von Musikvermittlung für die Gestaltung eines zeitgemäßen und vielfältigen Musiklebens untermauert wird. Doch sind solche Zahlen nicht nur Anlass zur Freude, denn der Mehrbedarf braucht eine entsprechende strukturelle Basis durch professionelle Musikvermittler*innen, die in tragfähige Strukturen seriös eingebunden und damit handlungsfähig sind. Und nicht zuletzt: Eine angemessene Bezahlung. Und das ist vielerorts leider noch Zukunftsmusik.


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