23. November 2026 | 11:00 Uhr - 16:00 Uhr | Jazzinstitut Darmstadt
Von der Begegnung zur Beziehung – Musikvermittlung mit nachhaltiger Wirkung gestalten
Am 23. November ist das NJO zu Gast beim Jazzinstitut Darmstadt. Mit Impulsen von Bettina Bohle (Direktorin des Jazzinstitut Darmstadt) und Margret Poore (Geschäftsführerin des Institut für Neue Musik und Musikerziehung e.V.) fragen wir: Wie können auch komplexe Kunstformen zugänglich werden, ohne an künstlerischer Qualität und Eigenständigkeit zu verlieren? Welche partizipativen, genreübergreifenden und interdisziplinären Ansätze eröffnen neue Zugänge und was kann Improvisation dabei leisten? Gemeinsam werfen wir außerdem einen Blick auf die strukturellen Bedingungen, die es für langfristig wirksame Vermittlungsarbeit braucht.
Eine interaktive Ideenwerkstatt lädt anschließend dazu ein, Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und gemeinsam neue Ansätze und mögliche Kooperationen zu entwickeln.
Das ganztägige Fach- und Vernetzungstreffen des NJO ist am 23. November zu Gast beim Jazzinstitut Darmstadt. Mit Impulsen von Bettina Bohle (Direktorin des Jazzinstitut Darmstadt) und Margret Poore (Geschäftsführerin des Institut für Neue Musik und Musikerziehung e.V.) widmen wir uns der Frage, wie durch musikvermittelnde Praxis langfristige Beziehungen zu und zwischen Menschen entstehen und kulturelle Teilhabe über Altersgrenzen hinweg ermöglicht werden kann.
Welche Zugangshürden begegnen uns in der Praxis, und was kann „Öffnung“ im Kontext von Jazz, zeitgenössischer Musik, Klassik und anderen Künsten konkret bedeuten? Wie lassen sich auch komplexe Kunstformen zugänglich machen, ohne dabei an künstlerischer Qualität und Eigenständigkeit zu verlieren? Und was bedeutet es, Vermittlung selbst als künstlerische Praxis zu verstehen? Gemeinsam wollen wir erkunden, welche partizipativen, genreübergreifenden und interdisziplinären Ansätze neue Zugänge zu künstlerischen Erfahrungen eröffnen können und welche Rolle Improvisation dabei spielen kann. Und nicht zuletzt wollen wir fragen, welche strukturellen, praktischen und finanziellen Voraussetzungen es braucht, damit solche Ansätze langfristig Wirkung entfalten können.
Im Anschluss an die Impulse lädt eine interaktive Ideenwerkstatt dazu ein, eigene Erfahrungen, Fragen und Praxisbeispiele einzubringen, sich mit Kolleg:innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern zu vernetzen und gemeinsam neue Ansätze und mögliche Kooperationen zu entwickeln.
Die Regionalen Arbeitskreise vernetzen Akteur:innen der Musikvermittlung in acht Regionen des deutschsprachigen Raums und geben ihnen Gelegenheit für fachlichen Austausch. Durch das "Host-Prinzip" der Präsenz-Treffen eröffnen sich Möglichkeiten, unterschiedliche Gastgeber:innen und ihre Räume kennenzulernen.
Die Suche nach Formen und Formaten für ein zukunftsfähiges Musikleben und die realen Anforderungen des Musikvermittlungsalltags verbindet die Mitglieder der Arbeitskreise. Das NJO koordiniert die Fachtreffen, die jeweils einmal im Jahr pro Region in Präsenz stattfinden.

Musikvermittlung & Nachhaltigkeit – Realitäten und Strategien in ländlichen und urbanen Räumen
Wie kann Musikvermittlung nachhaltiger und klimagerechter werden, organisatorisch, thematisch und gesellschaftlich?
Impulsgebende:
Der Vormittag (bis ca. 13:00 Uhr) kann hybrid besucht werden und bietet Impulse und Diskussionen rund um nachhaltige Musikvermittlung.
Am Nachmittag (ab 14 Uhr) geht es in Präsenz in Aurich mit einer Ideenwerkstatt weiter, moderiert von Julia Gause. Sie ist Teil des Teams von Höme – Für Festivals, hat für ihre Masterarbeit zu nachhaltiger Festivalproduktion geforscht, war Speakerin beim Reeperbahn Festival und engagiert sich in vielen anderen Initiativen. Zeit zum Vernetzen und eine ostfriesische Teezeremonie als gemeinsamer Ausklang runden den Nachmittag ab.
Freu dich auf Impulse, Austausch, Vernetzung und konkrete Ideen für mehr Nachhaltigkeit im Kulturbereich.
Der AK Nord wird von der Nordmetall Stiftung unterstützt.
Blick in die Musikvermittlung – kreative Freiheit und Kulturauftrag
Kooperation mit Schulen als wirkungsvolles Instrument in der sich wandelnden Stadtgesellschaft
Als Spiegel der Gesellschaft sind Schulen zentrale Orte der Begegnung und Vielfalt. Musikvermittlung bietet hier die Chance, mit künstlerischen Angeboten möglichst viele Menschen zu erreichen – unabhängig von Sprach- oder anderen Zugangsbarrieren und über alle Schulformen hinweg. Mit mehr als 40 Kooperationsschulen in Stadt und Landkreis Osnabrück erreicht das Theater Osnabrück pro Spielzeit rund 25.000 Schüler:innen. Joanna Willenbrink gibt Einblicke in die am Theater Osnabrück fest verankerte Musikvermittlung.
Ausgehend von diesen Erfahrungen richten wir den Blick weiter: Kooperationen mit Schulen können neue Zugänge schaffen und Kultur kann ein wirkungsvoller Hebel für gesellschaftlichen Wandel sein. Doch wie gelingt es, Themen, die unser Publikum und uns selbst bewegen, in den Konzertsaal zu bringen? Gemeinsam mit Jochen Hartman-Hilter werfen wir einen Blick auf THE NEXT WORLD – Orchesterprojekt für KlimaKonzerte und diskutieren die Potenziale und Grenzen, aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen im deutschsprachigen Kulturbetrieb künstlerisch zu verhandeln.
Kurzinfos zu den Mitwirkenden:
Joanna Willenbrink ist seit 2022/23 in der Theatervermittlung für Musiktheater und Konzert am Theater Osnabrück tätig und bringt umfassende Erfahrung in Musiktheaterpädagogik, Dramaturgie und Konzertvermittlung mit.
Jochen Hartman-Hilter ist freiberuflicher Pianist und Komponist und war an über 60 Produktionen in mehr als 25 Häusern beteiligt. Er ist Komponist von THE NEXT WORLD – Orchesterprojekt für KlimaKonzerte und Mitglied beim Verein Orchester des Wandels.
Der AK Nord wird unterstützt durch die Nordmetall-Stiftung
„Vermittlung als Haltung“
Mit Laura Nerbl (freischaffende Vermittlerin bei der MÜNCHENER BIENNALE) & Martina Fladerer (Dramaturgin & Vermittlerin an der ARGEkultur Salzburg/ Dozentin im Studiengang Musik- und Theatervermittlung an der Kunstuniversität Graz)
Wie können Gastgeber:innenschaft und Vermittlung als Haltung konkret ausgestaltet und gelebt werden? Diese Frage wird beim Netzwerktreffen von Laura Nerbl und Martina Fladerer aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.
Der Tag beginnt um 11 Uhr mit einem gemeinsamen Besuch der Vorstellung „crypt“ von Yuri Umemoto in der Muffathalle (nur mit Anmeldung, nähere Informationen im Anmeldeformular). Ein Einstieg ist auch im Anschluss möglich. Treffpunkt nach der Vorstellung (ab ca. 12.15 Uhr) ist im Muffatwerk beim „BIENNALE BIKE“.
Der inhaltliche Teil startet um 12:30 Uhr mit einer Begrüßung durch die künstlerische Leitung der Biennale. Darauf folgen Impulse der beiden Referentinnen, die Einblicke in ihre jeweiligen Arbeitskontexte geben: Unter welchen Bedingungen findet Vermittlungsarbeit statt? Welche Ziele werden verfolgt? Wie unterscheiden sich die Voraussetzungen bei einem Festival für Neues Musiktheater im Vergleich zu einem Kulturzentrum oder einer Kunstuniversität? Und welche Projekte und Strukturen prägen die Praxis vor Ort?
Im zweiten Teil vertiefen Nerbl und Fladerer das Thema entlang der Schwerpunkte Gastgeber:innenschaft, Awarenessarbeit und Partizipation. Sie zeigen auf, welche Bedeutung diese Begriffe in ihren jeweiligen Institutionen haben, wie sie konkret umgesetzt werden und wo Herausforderungen liegen. Anschließend ist Raum für gemeinsamen Austausch und Diskussion: Wie wird Vermittlung an anderen Institutionen gelebt? Welche Erfahrungen und Perspektiven bringt die Runde mit?
Wir freuen uns auf einen anregenden Austausch, der Impulse gibt, wie das Credo „Vermittlung als Haltung“ über ein Schlagwort hinausgeht und in Institutionen, Festivals sowie in der Freien Szene verankert werden kann – mit Wirkung auf unterschiedliche Arbeitsbereiche und mit Potenzial für nachhaltige Veränderungen.
Ab 16:00 Uhr laden wir zum informellen Ausklang bei Kaffee und Tee ein.
Wir freuen uns auf eure Teilnahme!