Mit verschiedenen Projekten stärkt das NJO Öffnungsprozesse in Kulturinstitutionen und fördert die Entwicklung von Strukturen für mehr kulturelle Teilhabe. In Workshops und Vernetzungsangeboten bietet das NJO Räume, um die eigene Praxis unter dem Aspekt von Diversität und Inklusion zu reflektieren und weiter zu entwickeln.
Als offenes, überregionales und spartenübergreifendes Format brachte das Forum Transkulturelle Perspektiven von April bis Dezember 2022 vielfältige Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen des Musiklebens, der Kulturverwaltung, -förderung und -politik mit ihren unterschiedlichen Positionen und Professionen zusammen. Neben dem Diskurs über kulturelle Konventionen wurden auf Augenhöge die Potenziale des Musiklebens untersucht, neue kulturelle Erlebnisse und Entwicklungen zu ermöglichen und zu fördern. Das Forum versteht sich als notwendiger Impulsgeber in einer Zeit des Aufbruchs in eine hochgradig diverse Musiklandschaft im deutschsprachigen Raum.
Die Broschüre gibt Einblicke in die Arbeit des Forums, befasst sich kritisch mit Begrifflichkeiten, zeigt erste Schritte zur Transformation auf und stellt Best Practice aus dem Musikleben in Porträts und Interviews vor.
Kultur öffnet Welten existierte von 2015 bis 2020 als das bundesweite größte Netzwerk für Diversität und Kulturelle Teilhabe, initiiert von Bund, Ländern und Kommunen, künstlerischen Dachverbänden, der Zivilgesellschaft inklusive Migrantinnenorganisationen. „Kultur öffnet Welten“ bündelte das reiche Erfahrungswissen über die teilhabe –und diversitätsorientierte Kulturelle Praxis von über 800 Teilnehmer:innen und Unterstützer:innen. In verschiedenen Formaten machte Kultur öffnet Welten dieses Engagement sichtbar, vernetzte die Akteur:innen untereinander und beförderte den Wissenstransfer. Es ermutigte, beriet und förderte Kulturakteur:innen im Bereich Diversität.
Im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien war das Netzwerk Junge Ohren die zentrale Koordinierungsstelle von Kultur öffnet Welten.
Im Rahmen von „Kultur öffnet Welten“ fanden von 2016 – 2018 bundesweit 28 regionale Workshops sowie insgesamt vier Fachbegegnungen statt. Dadurch wurden die regionale Bedingungen für die Kulturarbeit zur Sprache gebracht und regional wie überregionale , Kultur-Akteur:innen miteinander vernetzt.
Von 2017 – 2020 wurde „Kultur öffnet Welten“ als Teil des Kompetenzverbundes Kulturelle Integration und Wissenstransfer KIWit durch die Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung gefördert. In diesem Zeitraum wurden über 500 Direktberatungen zu den Themen Projektentwicklung, Förderakquise, Partner:innenarchitektur etc. durchgeführt. Mit innovativen Formaten wie Podcasts, Webinaren, Glossaren und Materialien auf der Webplattform gelang der Wissenstransfer in die Praxis. Mit maßgeschneiderten Beratungsangeboten zum Thema institutionelle Change-Prozesse wurden Kulturinstitutionen im gesamten Bundesgebiet erreicht.
Wie mir der Schnabel gewachsen ist… war ein Projekt der Kulturellen Bildung, das sich über kreativ-künstlerische, insbesondere musikalische Arbeit mit Mundart als zentralem Element der regionalen kulturellen Identität auseinandersetzt. Sprache und „Verstehen können” als zentrale Elemente von kultureller Teilhabe standen als Bedingungen für das gelingende Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln im Blick.
Auf der nordfriesischen Insel Pellworm, am „Tor zur Eifel“ Mayen, auf der Schwäbischen Alb in Heidenheim an der Brenz und im oberbayerischen Freising entstanden beispielhafte kreativ-künstlerische Projekte, die sich mit der örtlichen Mundart und dem Thema Teilhabe durch Sprache auseinandersetzten. Dabei waren die realisierten Formate so vielseitig, wie die repräsentierten Dialekte und Regionalsprachen.
Das NJO verantwortete die inhaltliche und organisatorische Gesamtleitung des Projekts, das durch die Initiative Landkultur des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurde.