Das Netzwerk Junge Ohren hat fundierte Expertise in der Konzeption und Durchführung von Wettbewerben, wobei der Junge Ohren Preis als Eigenprojekt eine zentrale Rolle und Vorbildfunktion für weitere Formate einnimmt.
Der Junge Ohren Preis war der größte Wettbewerb für Musikvermittlung im deutschsprachigen Raum (D, A, CH, LU). Er wurde vom NJO zwischen 2006 und 2021 jährlich ausgeschrieben. Der Wettbewerb war Seismograph und Impulsgeber für die Entwicklung professioneller musikalischer und musikvermittlerischer Praxis am Puls der Gesellschaft. Seine Themenschwerpunkte suchte er an den Schnittstellen von gegenwärtigem Zeitgeschehen und Musikleben.
Letzte Ausschreibung 2021 für digitale Formate
In seiner 15. Ausschreibung 2020 suchte der Junge Ohren Preis digitale Formate künstlerischer Musikvermittlung. Damit griff der Wettbewerb ein weiteres Mal aktuelle Entwicklungen auf – angesichts der Pandemie suchten Akteur:innen nach Möglichkeiten, im virtuellen Raum Begegnungen mit Musik zu initiieren.
Der 15. Junge Ohren Preis suchte Projekte, die nicht nur eine Übertragung bewährter Formate ins Digitale verlegen. Sondern solche, die in innovativer Weise Technologien und Handlungslogiken nutzen und entwickeln, um Musik und/oder das Konzertleben neu erfahrbar zu machen. Damit öffnete der Wettbewerb in seiner Jubiläumsausgabe den Blick auf das lebendige Laboratorium der Musikvermittlung, dessen Handlungsspektrum sich aktuell um digitale Perspektiven erweitert.
Die Shortlist mit den Nominierungen wurde am 22. Juni 2021 bekannt gegeben. Die öffentliche Jurysitzung und Preisverleihung fand am 7. Oktober 2021 im Nikolaisaal Potsdam statt.
Der Förderpreis The Power of the Arts zeichnete in den Jahren 2017-2024 Projekte aus, die sich mit den Mitteln von Kunst und Kultur für eine offene Gesellschaft einsetzten. Dafür wurde jährlich eine Summe von 200.000 Euro Preisgeld bereitgestellt, um die sich Akteur:innen aus den Sparten Musik, Theater, Kunst, Tanz, Literatur, Architektur, Film und angewandte Künste bewerben konnten. Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine unabhängige Jury, bestehend aus Personen aus dem Kunst- und Kulturumfeld und der Wissenschaft.
Das NJO koordinierte als Projektbüro das Ausschreibungsverfahren, die Bewerbungsphase und moderierte den Juryprozess. Ferner beriet es die Gesamtkonzeption des Wettbewerbs.
The Power of the Arts war eine Initiative der Philip Morris GmbH.