Unsere Online-Reihe „How to…?!“ geht in die dritte Runde. Gemeinsam mit Expert:innen aus dem NJO-Fachbeirat setzen wir das kompakte Format für aktuellen Praxistransfer fort. In 90-minütigen Online-Sessions teilen Hosts ihre Erfahrungen aus der Praxis und geben Raum für Fragen und fachlichen Austausch.
Im dritten Block steht das Thema „Vermittlung von Vermittlung“ im Fokus. Musikvermittlung bewegt sich zwischen unterschiedlichen Akteur:innen, Kontexten und Erwartungen – zwischen Orchestern und freier Szene, Stadtgesellschaft und ländlichem Raum sowie künstlerischem Anspruch und gesellschaftlicher Verantwortung.
Die Reihe beleuchtet diese Schnittstellen: Wer arbeitet mit wem zusammen? Welche Perspektiven treffen aufeinander – und wie lassen sie sich produktiv verbinden? Ziel ist es, praxisnahe Einblicke, Perspektivwechsel und konkrete Strategien zu vermitteln – von Kommunikation in komplexen Projekten über Beteiligungsprozesse im ländlichen Raum bis hin zu Rollenverständnis im Orchester.
Termine
27. Mai 2026 (10:00-11:30 Uhr)
Wie fange ich an? Kontextsensible Kommunikation und Erwartungsmanagement bei der Arbeit an Schnittstellen von Institutionen, freier Szene und Stadtgesellschaft
mit Johanna Ludwig, Musikvermittlerin, Geschäftsführerin Ensemble Proton Bern, Weiterbildungskoordinatorin Hochschule Luzern – Musik
Wie fange ich an? Kontextsensible Kommunikation und Erwartungsmanagement bei der Arbeit an Schnittstellen von Institutionen, freier Szene und Stadtgesellschaft
mit Johanna Ludwig, Musikvermittlerin, Geschäftsführerin Ensemble Proton Bern, Weiterbildungskoordinatorin Hochschule Luzern – Musik
Fast täglich bewegen wir uns als Musikvermittler:innen in Kontexte, die uns neu sind. Mit wem gehe ich wie ins Gespräch und welche Sprache wähle ich? Wie vermittle ich mein Anliegen und bringe Transparenz in die verschiedenen Erwartungen innerhalb eines Projektes? Musikvermittlung kann besonders in komplexen Kooperationsprojekten an Schnittstellen von Institutionen eine «Vielsprachigkeit» erfordern, die zum Gelingen von Vermittlungsprojekten beiträgt.
Johanna Ludwig hat als Leiterin des Programms Musikvermittlung am Luzerner Sinfonieorchester Projektwochen an Schulen, Konzerte und musikalische Aktionen in rund 100 Dörfern und Städten der Zentralschweiz geplant und durchgeführt. Ihre Gesprächspartner*innen bei diesen und nachfolgenden Projekten sind Lehrer:innen und Schulleitende, Fachpersonen aus der Sozialen Arbeit, Verbände, Eltern, Musiker:innen, Landwirt:innen, Musikschulleitende u.v.m. In der Zusammenarbeit mit den vielfältigen Partner:innen stösst sie immer wieder auf die Frage, wie wir eine Sprache entwickeln können für das, was wir tun, die eine verlässliche Grundlage für die Zusammenarbeit schafft und im besten Fall echte Ko-Kreation ermöglichen kann.
In ihrem Impuls teilt sie Erfahrungen und Learnings aus 12 Jahren Vermittlungsarbeit an einem Sinfonieorchester und reichert sie an durch die Perspektive eines Ensembles der freien Szene, für das sie von 2024–2026 die Geschäftsführung innehatte. Besonders im Fokus steht die Reflexion von Rollen sowie die Frage: Müssen wir unsere Vermittlung vermitteln? Und wenn ja, wie?
Zur Anmeldung: https://forms.gle/nbrjQBgb37xPbMXk6

16. Juni 2026 (10:00 – 11:30 Uhr)
Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen: Beteiligung gestalten, Zukunft bewegen
mit Karl Heinrich Wendorf, Projektentwickler, Dozent & Geschäftsführer von kultursegelmit Ute Legner, Stabsstelle Kulturelle Bildung, Stadt Augsburg
Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen: Beteiligung gestalten, Zukunft bewegen
mit Karl Heinrich Wendorf, Projektentwickler, Dozent & Geschäftsführer von kultursegelmit Ute Legner, Stabsstelle Kulturelle Bildung, Stadt Augsburg
In dieser How-To-Session gibt Karl Heinrich Wendorf praxisnahe Einblicke in kulturelle Bildungs- und Beteiligungsprozesse in ländlichen Regionen. Aus seiner Arbeit bei „kultursegel“ und dem „Zukunftsschloss Gadebusch“ bringt er Erfahrungen und konkrete Ansätze mit. Ein besonderer Fokus liegt auf dem aktuellen „Aller.Land“-Projekt „Grenzenlos – der Zukunft eine Bühne geben!“, das zeigt, wie kreative Beteiligung und regionale Entwicklung erfolgreich zusammengedacht werden können.
Zur Anmeldung: https://forms.gle/f8uWQc4gQWib5ih57
18. September 2026 (10:00 – 11:30 Uhr)
Neue Perspektiven auf Musikvermittlungspraxis aus dem Orchesterkontext
mit Oliver Wenhold, Stellvertretender Solocellist des WDR Funkhausorchesters, stellvertretender Gesamtvorstandsvorsitzender von UNISONO
Neue Perspektiven auf Musikvermittlungspraxis aus dem Orchesterkontext
mit Oliver Wenhold, Stellvertretender Solocellist des WDR Funkhausorchesters, stellvertretender Gesamtvorstandsvorsitzender von UNISONO
In dieser How-To-Session beleuchtet Oliver Wenhold die Zusammenarbeit zwischen Orchestermusiker:innen und Vermittlungsakteur:innen aus der Perspektive eines langjährigen Orchestermusikers und engagierten Interessenvertreters. Im Fokus stehen praxisnahe Ansätze für gelingende Kommunikation, Vertrauensaufbau und die gezielte Einbindung individueller Stärken innerhalb des Ensembles. Gleichzeitig geht es um zentrale Fragen des Wandels: Welche strukturellen Veränderungen – etwa in Ausbildung, Tarifverträgen oder Einstellungskriterien – wären denkbar, um Vermittlung nachhaltig im Orchester zu verankern? Und wie können diese Prozesse so gestaltet werden, dass Musiker:innen sie aktiv mittragen? Die Session bietet Impulse und Strategien für eine gemeinsame Entwicklung von Haltung und Praxis.
Zur Anmeldung: https://forms.gle/H7PcVDDo6kUeUxL88
